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  15. Lizenz
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  17. Geschäftsjahreswechsel
  18. Änderungen der Außenhandelsstatistik
  19. Tips & Tricks

AKL Einführung #

Themen

  1. Allgemeine Funktionsweise
  2. Artikel- und chargenrein
  3. Retouren
  4. First-in-First-out (FiFo)
  5. Universelle Ports
  6. Nachtoptimierung

 


 

Allgemeine Funktionsweise

 

Das Automatische-Kleinteile-Lager (AKL) von AM Autostore ähnelt in seiner Funktionsweise einem Containerschiff.
Genau wie bei Containern werden die Boxen in Racks übereinandergestapelt.
Es gibt keine Wege oder Zugänge zu den Racks auf vertikaler Ebene.
Auf den Racks bewegen sich die Roboter, welche mit einem Spreader, der an Bändern hoch- und runterläuft, die Boxen ein- und auslagert.
Wird eine Box benötigt, über der andere Boxen eingelagert sind, werden die dazwischenliegenden Boxen hochgeholt und auf der oberen Ebene verteilt.
Nachdem eine Box am Port war, egal ob zur Artikelaufnahme oder -ausgabe, wird diese von Robotern in einem Rack eingelagert.
Dies ist ein anderes Rack als bisher. Die Box befindet sich damit in ihrem Rack auf der obersten Ebene, bis eine andere Box dort eingelagert wird.
Boxen sind nicht an bestimmte Lagerplätze in bestimmten Racks gebunden. Wenn Boxen genug Bestand haben, um mehrfach Aufträge zu bedienen, heißt dies auch, diese Boxen liegen weiter oben und der Zugriff ist beschleunigt.
Nachdem diese verwendet wurden, werden diese „oben“ wieder abgestellt. Ebenso werden Artikel, die häufiger Nachschub benötigen,
eine höhere Chance haben, auf oberen Ebenen zu liegen, da der Nachschub ja auch erst einmal auf der obersten Ebene liegt.
Somit optimiert das AKL seine Zugriffszeiten in gewisser Weise „mechanisch“ durch die Zugriffshäufigkeit.

 

Zeitaufwand, bis ein Roboter eine Box bringt

 

Wird ein Port für eine Einlagerung geöffnet, bringen die Roboter leere Boxen. Ist der Füllstand des AKLs niedrig, geht dieses schnell,
da viele leere Boxen vorhanden sind. Wenn das AKL wenig freie Kapazität an Boxen hat, kann dies länger dauern.

Beim Kommissionieren kann der Zeitaufwand noch steigen.
Die Boxen sind je nach Höhe übereinander gestapelt. Sollte eine Box aus der äußersten Ecke und aus der untersten Schicht geholt werden,
dauert dies zirka vier Minuten. Dies ist die Zeit für den Weg und um sechszehn Boxen heraufzuholen.
Sollte das Autostore vorher noch rechnen müssen, um seine Warteschlangen abzuändern, können da noch einige Minuten dazu kommen.
Bitte in diesem Fall nicht den Port schließen und neu öffnen, denn es wird dann erneut gerechnet, wodurch eine Verzögerung eintritt.

 

Abhängigkeit zweier Systeme

 

Beim AKL gibt es zwei voneinander abhängige Komponenten, deren Zusammenspiel wichtig ist:

  • Das AKL von AM Autostore weiß, wo sich eine bestimmte Box derzeit befindet und ob diese Box befüllt oder leer ist.
    Das AKL weiß aber nicht, welcher Artikel sich mit welcher Menge in der Box befindet.
  • bertaplus weiß, welcher Artikel mit welcher Menge sich auf welchem Lagerplatz befindet. Wo dieser Lagerplatz physisch im AKL ist, weiß bertaplus nicht.

 

Jede AKL-Box ist als Lagerplatz in bertaplus definiert, was die Verbindung zwischen den beiden Systemen erzeugt.
Davon völlig unabhängig gibt es weiterhin Hochregallagerplätze, die vom AKL getrennt gehandhabt werden.
Bei Aufträgen, die Ware aus Hochregal und dem AKL benötigen, organisiert bertaplus dies in den Lagertransporten.

 


 

Artikel- und chargenrein
Genau wie die Hochregallagerplätze, sind die AKL-Lagerplätze artikelrein. In jeder Box gibt es nur einen Artikeltyp.
Ebenso sind die Boxen chargenrein. Dies wird dadurch erreicht, dass es aktuell keine Zulagerung in eine Box gibt.
Es liegt also nur Ware einer Chargennummer in der Box. Dies kann bei Auslagerungen dazu führen,
dass sich in der Box mit der ältesten Chargennummer tatsächlich nur noch ein Artikel befindet.
Eine Änderung an diesem Prinzip ist möglich, bisher aber in bertaplus nicht umgesetzt. Sollte solch eine Änderung eingeführt werden,
müssten die Boxen mit Trennern ausgestattet werden und für jeden Bereich in der Box der geschaffen wird ein Barcode angebracht werden.

 


 

Retouren
Hier gibt es zwei Verfahren: Ist die Chargennummer der Retoure bekannt, kann die Ware chargenrein eingelagert werden.
Bei Retouren von Kunden mit durchmischten Chargen, wird dieser Retoure eine neue Chargennummer zugeordnet.
Diese wird generiert, indem der ältesten Chargennummer eine Nummer addiert wird, um eine neue, älteste Charge zu generieren.
Da diese Ware schon beim Kunden war, muss bei FiFo-Prinzip die Ware älter sein, als alles, was im Lager ist.
Dies kann dazu führen, dass beim Auslagern eine Box mit nur einem Artikel erscheint, obwohl andere Boxen größere Mengen beinhalten.
Das bedeutet aber auch, dieser Artikel wird mit dem nächsten Verkauf das Lager wieder verlassen. Womit auch die Box sofort wieder frei ist.

 


 

First-in-First-out (FiFo)
Sollten Sie neben dem AKL noch ein klassisches Lager betreiben, müssen beide dennoch zusammenarbeiten.
Dabei kann ein Artikel sowohl im AKL wie auch im Hochregal gelagert sein.
Es gibt also zwei organisatorische Ebenen: AKL und Hochregal und jede arbeitet für sich nach FiFo.
Ein Warenausgangs-Batch entscheidet anhand der geforderten Menge, aus welchem Lager er sich bedient.
Hierfür gibt es einen Parameter, welcher festlegt, ab wievielen Boxen eine Lieferung nicht aus dem AKL bedient wird.
Der Zweck dahinter ist eine Optimierung der Kommissionerungszeit und der Lagerplatznutzung.
Als plakatives Beispiel, wenn eine Menge durch eine ganze Palette bedient werden kann, macht es keinen Sinn, viele Boxen aus dem AKL
zu holen und dann später eine gleiche Menge als Nachschub nachzuführen.
Das Boxlimit ist ein Parameter den Sie selber festlegen können.

 

Es gibt damit drei Szenarien:

  1. nur aus dem AKL (Menge + Boxen kleiner/gleich Boxlimit)
  2. aus dem Hochregal (Menge + Boxen größer als Boxlimit)
  3. aus AKL und Hochregal (Menge ist kleiner/gleich Boxlimit, aber es ist nicht genug Bestand im AKL)
    Wenn ein Artikel aus dem Hochregal abgerufen wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass dieser eine jüngere Charge hat als ein AKL-Artikel,
    denn der Nachschub des Hochregals funktioniert auch nach FiFo.
    Im AKL sind daher die ältesten Chargen, im Hochregal die jüngsten.
    Eine Ausnahme kann entstehen, wenn im AKL Nachschub direkt aus dem Wareneingang erfolgt. Innerhalb seiner „Ebene“ wird nach FiFo kommissioniert.

 


 

Universelle Ports
Jeder Port kann alle Aufgaben übernehmen, ob Wareneingang, Warenausgang oder Arbeitslisten.
Mehrere Ports können für denselben Batch arbeiten, wenn dieser groß genug ist, um mehrere Lagertransporte durchzuführen.

 


 

Nachtoptimierung
Die Nachtoptimierung sorgt dafür, dass die Roboter bereits Boxen auf die obere Ebene bringen, die in Zukunft gebraucht werden. Die Optimierung schaut in den Lagerabruf nach Batches, die noch nicht abgerufen wurden. Batche die schon abgerufen wurden, werden regulär im Betrieb schon optimiert. In der Nachtoptimierung wird zu jedem Artikel, der in Batches enthalten ist, die noch nicht abgerufen wurden, jeweils eine Box eingefügt. Die Nachtoptimierung ist ein Feature des AM Autostore und kann durch Programmierung auf bertaplus-Seite nicht verändert werden.

 

Sobald ein Batch abgerufen wird, werden die Lagertransportaufträge für das AKL erzeugt und übergeben.
Das AKL beginnt sofort mit der Optimierung. Die Einstellungen dafür befinden sich in der 8.66.21.
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